XPort

XPort

Ein XML Rendering- und Transportsystem für ERP Systeme

Die PUK WERKE in Berlin haben in Zusammenarbeit mit dem Softwaredienstleister form4 GmbH & Co. KG ein flexibles XML-basiertes Reportingframework geschaffen, das verteiltes serverseitiges Drucken aus Canias heraus ermöglicht und so eine sinnvolle Alternative zu den in Canias vorhandenen Druck- bzw. Reportingfunktionalitäten darstellt.

Serverseitiges Drucken

Das Reportingsystem versetzt Canias-Applikationen in die Lage, serverseitig zu drucken - so kann der Umweg über den Acrobat Reader auf dem Client-Rechner vermieden werden. Die Druckaufträge werden vom Canias Applikationsserver erzeugt und von dort aus über das Firmennetzwerk zu den entsprechenden Druckern geschickt. Die Zuordnung von Druckern zu Benutzern, Vertriebsbelegen und/oder Lagerorten geschieht über ein einfachens Druckersteuerungsmodul innerhalb von Canias.

Erzeugung verschiedener Druckformate

Neben PDF bzw. Postscript können nun auch andere, z.B. ASCII-basierte Druckprotokolle, erzeugt werden. So ist es beispielsweise möglich, Reports für das Druckerprotokoll EPL2 zu erzeugen, um serverseitig handelsübliche Etikettendrucker anzusteuern und so z.B. Versandetiketten direkt aus Canias heraus drucken zu können.

Multi Channel Reporting: Reporting ist mehr als nur Drucken

Das Reportingsystem wurde insgesammt sehr modular und offen gehalten. So war es möglich, den Mechanismus Drucken zu einem umfassenderen Mechanismus Senden zu erweitern. Statt einen Report zu drucken, kann dieser nun auch gefaxt, gemailt, als PDF Datei  archiviert oder (wie gewohnt) als PDF-Stream zum Client geschickt werden. Weitere Sendemethoden wie z.B. das Bedienen von XML-basierten Webservices über HTTP sind denkbare Erweiterungen.

Struktur des XProt Servers
Architektur des XPort-Systems

Wie funktioniert XPort?

Die Inputschnittstelle des Reportingsystems ist XML. Aus Canias heraus wird per Troja-Code eine XML-Struktur erzeugt, die die semantische Datenstruktur eines Business-Entität, z.B. eines Auftrages, abbildet. Diese XML-Struktur wird zusammen mit einigen Metainformationen als Datei in einem Incoming-Verzeichnis des Reporting-Servers abgelegt. Der Reportingserver liest nun zunächst einige Meta-Informationen aus dem Dokument, die u.A. beschreiben, was genau mit dem Report geschehen soll, also ob und wohin er gedruckt, gefaxt oder gemailt werden soll.

Das eigentliche Business-Dokument wird vom Reportingserver über ein XSLT-Stylesheet in die gewünschten Zielformate gerendert. Der Standardfall ist hier eine Transformation des semantischen XMLs über xsl-fo zu Postscript oder PDF, aber es sind natürlich andere Zielformate möglich.

Das gerenderte Dokument wird nun automatisch über die in den Meta-Informationen definierten Transportwege gesendet.

Beispiel XML-Code für ein XPort-Dokument
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