Architektur ist alles
Eclipse ist vielen bekannt als sog. "Integrierte Entwicklungsumgebung", oder kurz IDE. Schaut man sich die Architektur dieses Frameworks jedoch einmal genauer an, so fällt schnell auf, dass quasi jedes Feature, das sich in diesem umfangreichen Werkzeug findet, als sog. Plugin realisiert ist. Die Plugins fügen sich in der Regel gut in die Eclipse Runtime Umgebung ein und sind über sog. Extensions mit anderen Plugins verzahnt. Plugins bieten über Extension Points Schnittstellen, um durch andere Plugins über Extensions gezielt erweitert zu werden:
Das Ziel der
Eclipse Foundation ist es, mit der
Eclipse Platform ein möglichst offenes und erweiterbares Applikationsframework zur Verfügung zu stellen. So werden Open Source Entwickler (wie auch kommerzielle) animiert, eigene Plugins für individuelle Bedürfnisse zu entwickeln.
Der Plan ist aufgegangen: Es gibt inzwischen eine ganze Fülle von ausgereiften, frei verfügbaren oder auch kommerziellen Plugins, die die Eclipse Platform zu einer der mächtigsten und beliebtesten Entwicklungsumgebungen macht.
Einen Überblick über verfügbare Plugins für die Eclipse Platform finden Sie unter
http://www.eclipseplugincentral.com oder unter
http://eclipse-plugins.2y.net
Entfernt man sämtliche Plugins aus der Eclipse Workbench, so erhält man eine minimale Komponente, die Eclipse Platform.
Dank dieser Mikrokernel Architektur ist es theoretisch (und auch praktisch) denkbar, durch das Nutzen einzelner, allgemeiner Plugins der Eclipse Distribution und das Entwickeln eigener Plugins eine vollkommen andere Applikation auf der Basis der Eclipse Platform zu entwickeln, die mit einer IDE nicht im entferntesten mehr etwas zu tun hat.
So ist es leicht vorstellbar, die Eclipse Platform als Plattform alle möglichen Applikationen z.B. für Enterprise Applikationen für den Business Bereich zu nutzen. Die durchaus gelungene Architektur des Eclipse Frameworks lädt geradezu dazu ein...