Das Moderne Intranet (1/9)

Web 2.0 im Unternehmen?

Zu einem modernen Intranet gehört heutzutage sicherlich mehr als bloß das Zurverfügungstellen einer Handvoll Dokumente. Viele Funktionen, die wir aus dem Web kennen und inzwischen schätzen gelernt haben, sollten auch in einem modernen Intranet nicht fehlen.

Was "web zweinull" nun wirklich bedeutet, darüber streiten sich die Geister. Die einen sagen, das Hauptmerkmal der neuen Internetgeneration ist der sogenannte User Generated Content, also Webinhalte, die nicht wie in klassischen Medien unidirektional von einer Redaktion den Usern zur Verfügung gestellt werden, sondern Inhalte, an denen die User aktiv mitgestalten. Andere widerum verstehen unter Web 2.0 ein mit neuen Funktionen angereichertes World Wide Web. Zu diesen Features gehören klassischerweise Tagclouds, die Verknüpfung von Websites untereinander über sog. Social Tagging, oder Mashups wie die Integration von Google Maps. Wieder andere bezeichnen die sogenannten Community-Sites als das eigentliche Web 2.0 Merkmal, also Websites, bei denen ich mich registrieren kann und unter einem definierten Motto Teil einer Gemeinschaft werden kann.

Web 2.0 nur im Internet?

Wie auch immer man dieses medienwirksame Buzzword Web Zweinull für sich definiert - sehr viele dieser Next Generation Features sind durchaus praktisch. Umso verwunderlicher scheint es, dass diese Aspekte heute zwar im Web sehr verbreitet sind, jedoch in kaum einem Firmenintranet Verwendung finden.

Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch eine Erklärung hierfür finden: Die modernen Web 2.0 enabled Websites sind in ihrer Entwicklung natürlich um ein Vielfaches aufwendiger und teurer als die klassischen Websites, die lediglich Webseiten zur Verfügung stellen. Dieser Aufwand ist gerechtfertigt, möchte man ein breites Publikum von mehreren Hunderttausenden oder auch Millionen Usern ansprechen. Gerade die bekannten Successstories wie Facebook, StudiVZ, Ebay, etc. haben Risikokapitalgeber dazu animiert (und tun dies immer noch), Millionen von Euros und Dollars in die Entwicklung solcher Systeme zu investieren. Dieser Aufwand scheint für die Entwicklung eines firmeneigenen Intranets eines Mittelstandsunternehmens hingegen nicht gerechtfertigt.

Auch im Intranet ist Web 2.0 inzwischen bezahlbar

Doch die Situation hat sich geändert: Durch die immensen Entwicklungsanstrengungen der letzten Jahre sind Systeme entstanden, die diese Funktionen auch mit geringem Aufwand nutzbar machen. So ist es heute möglich, Web 2.0 sehr kostengünstig auch ins firmeneigene Intranet zu bringen und damit die Informations- und Kommunikationsqualität im Unternehmen um ein Vielfaches zu steigern.

Im Folgenden werden einige Web 2.0 Aspekte und deren mögliche Anwendung im Firmenintranet erläutert.

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