ODER: Corporate Web 2.0
Beim Einsatz eines Wikis zeigen sich viele Unternehmen schon weitaus aufgeschlossener: Die meisten wollen es, einige haben es und kaum einer nutzt es. Hierbei gelten die selben Regeln, wie beim
Corporate Bloging: Die Publikationsquelle und die Zielgruppe sollten sinnvoll definiert sein. Auch der thematische Kontext eines Unternehmenswikis sollte klar abgegrenzt werden. Zu sagen: "Wir haben jetzt ein Wiki, da sollte alles drin stehen, was man wissen muss" reicht in der Regel nicht aus.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, nicht ein universales Unternehmenswiki ins Netz zu stellen, sondern mehrere Wikis thematisch exakt zu positionieren. So könnte ein Vertriebswiki neben einem Konstruktionswiki existieren, auch ein EDV-Wiki, in dem die Mitarbeiter nachschlagen können, wie sie bestimmte Programme nutzen, oder ein Wiki für die Produktion, in dem exakt dokumentiert ist, wie bestimmte Maschinenumrüstungen zu erfolgen haben, wären denkbar.
Wiki muss übrigens auch nicht heißen, dass alle Mitarbeiter ihren Senf dazu geben dürfen. Ein EDV-Wiki beispielsweise wird sinnvollerweise von der EDV-Abteilung gepflegt und von allen Mitarbeitern des Unternehmens lesend genutzt. Ein Vertriebswiki hingegen wird nur von der Vertriebsabteilung genutzt und kann innerhalb dieser möglicherweise auch von allen Mitarbeitern erweitert werden.
Wie beim Blogging sind hier die tatsächlichen Informationskanäle zu definieren, dann können Wikis zu einem mächtigen Werkzug im Unternehmen werden.